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Kötter bedauert geplante Rücknahmeder Teilprivatisierung in der JVA Offenburg

11.05.2011 − 

Die Kötter-Gruppe hat das Vorhaben der neuen baden-württembergischen Landesregierung bedauert, die Teilprivatisierung der Justizvollzugsanstalt (JVA) Offenburg zurücknehmen. Die Entscheidung hierfür sei noch vor einer inhaltlichen Bewertung der Ergebnisse der Partnerschaft vor Ort gefallen, erklärte das Essener Unternehmen gegenüber EUWID. Bislang betreibt das Unternehmen mit rund 100 Mitarbeitern den nicht-hoheitlichen Bereich der JVA. Dieser umfasst die Verpflegung, Wäscherei, Gebäudemanagement und medizinische Betreuung sowie die Bereiche Gefangenenbeschäftigung in Unternehmerbetrieben und die schulische und betriebliche Ausbildung. Kötter habe in der Anstalt „ein sehr qualifiziertes und in der Anstalt anerkanntes Team“ aus Sozialarbeitern und Psychologen etabliert, unterstrich das Unternehmen. Zudem verdeutliche die Beschäftigung von rund 230 Häftlingen in Unternehmerbetrieben die erfolgreiche Kooperation. Es sei zu hoffen, dass die endgültige Entscheidung mit den tatsächlichen vor Ort gemachten Erfahrungen und Vorteilen der Zusammenarbeit abgewogen werde. „Wir treten allen Bestrebungen entgegen, Aufgaben der Justiz zu privatisieren“, hatten Grüne und SPD in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart. Daher sollen die Verträge zur Teilprivatisierung der JVA Offenburg nach dem Willen der neuen Landesregierung zum frühestmöglichen Zeitpunkt aufgelöst werden.

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