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VdW Südwest: Umsetzungskonzept des hessischen Energiegipfels ist unzureichend

21.02.2012 − 

Der Verband der Südwestdeutschen Wohnungswirtschaft (VDW Südwest) hat das Umsetzungskonzept des hessischen Energiegipfels als unzureichend kritisiert. Grundsätzlich teile die hessische Wohnungswirtschaft die Ziele der Landesregierung, die Energieeffizienz von Immobilien deutlich zu erhöhen. Viele geplante Schritte des Umsetzungskonzeptes seien jedoch nicht zielführend oder nicht neu und die Haushaltsmittel viel zu knapp bemessen, so der Verbandsdirektor des VdW Südwest, Rudolf Ridinger.

Das Konzept enthalte beispielsweise Förderangebote, die seit Jahren existierten und lediglich fortgeführt werden sollen. Bei anderen Punkten seien die Zusammenhänge nicht ausreichend berücksichtigt. So sollen effiziente Umwälzpumpen gefördert werden, ohne dass dabei die notwendige Optimierung der Heizanlagen in das Konzept einfließe, erklärte der Verband.

Informations- und Beratungsangebote drohten ins Leere zu laufen, weil kein ausreichender Zusammenhang zwischen Informationsangeboten und Monitoring, wie etwa dem angekündigten Sanierungsfahrplan, und der Bereitstellung von erforderlichen Mitteln oder Anreizen für Investoren hergestellt werde. „Das ist so, als veröffentliche die Bahn einen Fahrplan, lasse aber keine Züge fahren“, machte Ridinger deutlich.

Zwar sei die energetische Sanierung vor allem Sache des Bundes. Dennoch reiche ein inhaltlich maximal als „befriedigend“ zu bewertendes und erheblich unterkapitalisiertes Konzept des Landes Hessen nicht aus, um die Sanierungsgeschwindigkeit deutlich zu erhöhen. Um die von der Bundesregierung verfolgte Sanierungsquote von zwei Prozent zu erreichen, sei bundesweit ein jährliches Fördervolumen von fünf Mrd. €, so der Verband.

Der hessische Energiegipfel sei mit drei Prozent noch ehrgeiziger. Dafür seien bundesweit sieben Mrd. € nötig. Auf Hessen entfielen dafür anteilig rund 500 Mio. €. Vor diesem Hintergrund fallen die von der hessischen Umweltministerin für alle Bereiche, also zum Beispiel auch für Infrastrukturmaßnahmen, angekündigten 80 Mio. € verschwindend gering aus, bemängelt der VdW Südwest.

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