UBA errichtet Netto-Nullenergiehaus
Das Umweltbundesamt (UBA) will ein Zeichen für Energieeffizienz im Gebäudebereich setzen und errichtet sein neues Bürogebäude im Berliner Stadtteil Marienfelde als Netto-Nullenergiehaus. „Der Gebäudebereich spielt eine Schlüsselrolle beim Klima- und Ressourcenschutz“, sagte die parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium Katherina Reiche (CDU) bei der Grundsteinlegung. Der UBA-Neubau sei ein Beispiel dafür, wie nachhaltiges Bauen mit hohen ökologischen Standards auch in Bürogebäuden umgesetzt werden könne.
Wie das UBA mitteilte, soll die gesamte Energie für den Betrieb des neuen Gebäudes aus regenerativen Energiequellen stammen. So liefere eine Solaranlage auf dem Dach künftig elektrischen Strom, und eine Wärmepumpe stelle Energie aus dem Grundwasser für die Gebäudeheizung zur Verfügung. Im Jahressaldo weise das Gebäude eine ausgeglichene Energiebilanz auf.
Weiter hieß es seitens der Behörde, dass das Gebäude nach einem Jahr Bauzeit fertig sein soll und Büros von 30 Beschäftigten beherbergen werde. In jedem Raum sollen die Lüftung, Wärmeversorgung und Beleuchtung individuell gesteuert werden. Bei der Planung wurde den Angaben zufolge der gesamte Lebenszyklus des Gebäudes betrachtet. Die Gebäudehülle sei so gedämmt, dass der Heizenergiebedarf unter 15 kWh pro m² und Jahr liege. Das sei etwa ein Viertel des Bedarfs eines vergleichbaren konventionellen Neubaus, erklärte das UBA.
UBA-Präsident Jochen Flasbarth hob hervor, dass der Neubau schon heute die ab 2019 geltenden schärferen Anforderungen der europäischen Gebäuderichtlinie erfülle. „Ökologie und Ökonomie sind auch bei größeren Bürogebäuden kein Widerspruch mehr.“ Mit richtiger Planung ließen sich Lösungen finden, die sich wirtschaftlich rechnen und auch architektonisch attraktiv seien. Die EU fordert ab 2019, dass Neubauten der öffentlichen Hand eine ausgeglichene Energiebilanz aufweisen müssen.
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