Brandenburg hat Studie zur Erarbeitungder Energiestrategie 2030 vorgestellt
Das Brandenburger Wirtschaftsministerium will die Pläne zur künftigen Energiepolitik des Bundeslandes Anfang kommenden Jahres vorstellen. Die langfristige Energiestrategie solle nach einer öffentlichen Diskussion im Frühjahr verabschiedet werden, teilte das Ministerium vergangene Woche in Potsdam mit. Anlass war die Präsentation der Studie „Grundlagen für die Erstellung der Energiestrategie 2030 des Landes Brandenburg“.
Das von der Unternehmensberatung A.T. Kearney erstellte 132 Seiten umfassende Papier sei jetzt Wirtschafts- und auch Umweltverbänden vorgestellt worden. Ein wesentliches Ergebnis der Studie sei, dass der Anteil erneuerbarer Energien am Primärenergieverbrauch (Strom, Wärme, Kraftstoff) bis 2030 auf bis zu 35 Prozent steigen könnte. Das Land könnte damit rechnerisch den gesamten Strombedarf des Landes Berlin decken. Der Primärenergieverbrauch könnte bis 2030 um 34 bis 38 Prozent gegenüber 2007 sinken, wenn am Standort Jänschwalde die Braunkohleverstromung auslaufe. Die Senkung fiele geringer aus, wenn ein kleineres Kraftwerk gebaut oder die Braunkohleverstromung bei gleichzeitiger Verpressung von CO2 fortgesetzt würde, heißt es.
Der Studie zufolge wäre es möglich, den Primärenergieverbrauch durch Gebäudesanierung und im Verkehr um 14 bis 17 Prozent zu reduzieren. Für den Ausbau erneuerbarer Energien sei jedoch die Anpassung der Wärme- und Stromversorgungsnetze Voraussetzung.
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