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BDEW betont Bedeutung von Erdgas und fordert Novelle des EEWärmeG

27.10.2011 − 

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hat die Bedeutung von Erdgas für die Energiewende unterstrichen. "Erdgas ist eine starke und unverzichtbare Stütze für den Umbau des Energiesystems in Richtung erneuerbare Energien", sagte der Präsident des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Ewald Woste, anlässlich der gasfachlichen Aussprachetagung 2011. Die öffentliche Debatte über die Energiewende konzentriere sich fast ausschließlich auf die zukünftige Stromerzeugung und den Ausbau der Energienetze. Große Bedeutung habe jedoch auch das Kohlendioxid-Einsparpotenzial im Wärmemarkt.

„40 Prozent des deutschen Energieverbrauchs entfallen auf diesen Sektor“, betonte Woste. Die Bundesregierung wolle hier nahezu die Hälfte der angestrebten Reduzierung der Kohlendioxid-Emissionen bis 2020 erreichen. „Das schaffen wir nur durch eine stärkere Einbindung des Gebäudebestandes und eine Verdopplung der Modernisierungsrate bei Heizungen“, so der BDEW-Präsident. Erdgassystemlösungen wie die Erdgasbrennwerttechnik spielten dabei eine Schlüsselrolle. Sie seien ein Treiber für schnelle, wirksame und bezahlbare CO2-Absenkungen und Effizienzsteigerungen im Bestand.

Durch den Austausch aller modernisierungsbedürftigen Heizungsanlagen durch moderne Erdgaswärmesysteme könne eine CO2-Reduzierung von rund 93 Mio. Tonnen pro Jahr erreicht werden, rechnete der Verband vor. Das wäre die Menge, die für den Wärmemarkt im „Integrierten Energie- und Klimaprogramm“ (IEKP) als CO2-Einsparung angestrebt wird.

„Wir brauchen mehr Öko-Heizungen“, forderte Woste. Dazu müsse das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) technologieoffener werden. Darüber sollte Bioerdgas ohne Kraft-Wärme-Kopplungs-Pflicht nutzbar sein. Dem Verband zufolge darf Bioerdgas nach dem EEWärmeG derzeit nur in Verbindung mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) und mit einem Anteil von 30 Prozent an der Wärmeerzeugung als Wärmeenergie in Neubauten eingesetzt werden. Die Verwendung in Brennwertkesseln sei hingegen ausgeschlossen. "Mit diesem Gesetz wird Bio-Erdgas gegenüber anderen Energieträgern aus nicht nachvollziehbaren Gründen klar benachteiligt", kritisierte Woste.

Der BDEW plädiert dafür, den Einsatz von Erdgas in Verbindung mit Bioerdgas in Brennwertkesseln als klare Erfüllung der Nutzungspflicht im Sinne des EEWärmeG gelten zu lassen. Zudem müsse die Novelle des EEWärmeG für private Gebäude den Bestand in Verbindung mit einer Nutzungspflicht einbeziehen. Die Einbeziehung des Gebäudebestandes in die Regelungen des EEWärmeG trage wesentlich zur Effizienzsteigerung bei.

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